Weiterbildung ist für Selbständige oft zeitlich und finanziell mehr Belastung als Förderung.

Mit diesen 10 Tipps kann sich das schnell ändern.

Die 10 besten Tipps zum Weiterbildungsbudget für Selbständige

FINANZEN » PLANUNG » QUALITÄT » NUTZEN

»Eine Investition in Wissen bringt immernoch die besten Zinsen«.

Allerdings haben Weiterbildungen auch ihren Preis. Für Selbständige, Freelancer und Kleinstbetriebe also häufig ein Posten, der direkt über die Schreibtischkante in Ablage “P“=Papierkorb rutscht. Wenn man dann auf ein gutes und thematisch gerade wichtiges Angebot stößt, ist man häufig nicht in der Lage, diese Investition spontan zu tätigen.
Ärgerlich, denn es geht auch anders. Hier kommen unsere 10 besten Tipps zum Weiterbildungsbudget für Selbständige.

FINANZIELLE TIPPS

1. Mache ein Budget

So simpel, so gut. Am Anfang jeden Jahres planen wir doch ohnehin alles vor. Warum nicht auch ein kleines Budget für die eigene Weiterbildung? Nur ca. 5-10 % (je nachdem, ob Du eher Workshops oder eine ganz neue Ausbildung brauchst) von Deinem monatlichen Nettoeinkommen sollten direkt auf ein Weiterbildungskonto gehen. Das sind dann, wie wir Selbständige wissen, mal mehr, mal weniger Euro, aber am Ende sicher eine sinnvolle Summe für einen oder mehr Workshops.

2. Der frühe Vogel - nutze Rabatte sinnvoll

Viele Anbieter von Workshops, Seminaren und Weiterbildungen bieten Frühbucherpreise an. Wenn Du Dein Budget gut planst, sparst Du hier noch mal zusätzlich. Erkundige Dich bei dem Bildungsanbieter Deiner Wahl doch auch mal direkt, wann welche Rabatte anstehen (Sommerbonus, Winterrabatt etc.) oder wie bei der WHY-Akademie das MUM-BOSS-Ticket mit 50 % Rabatt für selbständige Mütter.

3. Den eigenen Marktwert erhöhen

Berufliche Weiterbildungen für Selbständige erhöhen nicht nur deren Know-how, sondern auch ihren Marktwert. Suche Dir daher berufliche Weiterbildungen, die Dir zumindest ein Teilnehmerzertifikat versprechen. Dieses kannst Du an Kunden kommunizieren und auch bei Preiserhöhungen zur Argumentation nutzen.

4. Setze Deine berufliche Weiterbildung steuerlich ab

Zu den Kosten, die man absetzen kann, wenn man an einer beruflichen Fortbildung teilnimmt, gehören zum einen die Fahrtkosten, die bei Fahrten mit dem eigenen Auto am bequemsten über die Entfernungspauschale berechnet werden, bei Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln am besten anhand der tatsächlichen Kosten. Weitere absetzbare Kosten sind, die Kursgebühr, eine eventuelle Prüfungsgebühr, Kosten für Lernmittel bzw. Fachliteratur, bei der die Quittungen aber eindeutig den Buchtiteln zugewiesen werden müssen, Verpflegungskosten, die anhand von Pauschalen abgerechnet werden, oder auch die Kosten für Übernachtungen. Die Weiterbildung muss aber eine berufliche Relevanz haben. Während es bei Software-Schulungen so gut wie keine Einschränkungen gibt, kann man als Musiker sicher keinen Strickkurs absetzen. Übergeordnete Themen wie »Unternehmertum«, »Positionierung« und »Marke« sind aber unstrittig.
Wichtig ist, dass die Kosten auch tatsächlich nachgewiesen werden können. Es sind also einige Belege erforderlich, die dem Finanzamt vorgelegt bzw. der Steuererklärung beigefügt werden müssen. Es gibt übrigens keinen Unterschied zwischen Online- und Präsenzveranstaltungen ggü. dem Finanzamt.

5. Nutze staatliche Förderprogramme

Für Selbständige gibt es einige Förderungen für berufliche Weiterbildungen. Zum Beispiel die Bildungsprämie, bei der bis zu 50% der Kosten erstattet werden. Es ist zwar etwas Papierkram zu erledigen, aber am Ende lacht das Weiterbildungsbudget.

Workshop »Marke - deine visuelle Identität«

PLANUNGS-TIPPS

6. Weiterbildung thematisch planen

Glücklicherweise gibt es eher ein Überangebot an Weiterbildungen als einen Mangel. Daher überlege Dir, welche Kompetenz Du ausbauen solltest. Eine neue Software erlernen? Einen Rhetorik-Kurs, um endlich die schwierigen Kunden in den Griff zu bekommen, vielleicht mal Social-Media-Marketing, um effektiv mehr Kunden zu gewinnen oder eine Positionierung für Dein Business, um ein strategisches Fundament zu haben?
Wenn Du Dich entschieden hast, suche direkt nach einem passenden Anbieter. Es gibt neben der klassischen Google-Suche auch viele Anbieter übergreifender Seminardatenbanken wie Eventbrite, Semigator oder XING zum Beispiel. Oder Du gehst über persönliche Empfehlungen. Nun kannst Du auch schon Dein in etwa benötigtes Budget ermitteln. So macht das Budgetieren gleich mehr Spaß.

7. Weiterbildung zeitlich planen

Je mehr Zeit zwischen Lernen und Anwenden vergeht, desto schwerer fällt Dir der Transfer. Ein Workshop kurz vor dem Urlaub etwa ist eher kontraproduktiv. Knüpfst Du den Workshop hingegen an ein betriebliches Projekt, erleichtert dies das direkte Anwenden in der Praxis.

QUALITÄT DER WEITERBILDUNG

8. Online versus Präsenz – der Mix macht´s

Die Auswahl an Online-Schulungen ist schier unendlich. Sie sind zeitlich sehr schnell verfügbar, technisch leicht zugänglich und häufig auch inhaltlich ziemlich passabel.
Leider ist die eigene Aufmerksamkeitsquote bei den Online-Schulungen aber auch sehr viel niedriger als in einer Präsenzveranstaltung. Fragen können nicht direkt gestellt werden und der Austausch untereinander fehlt online ebenso. Du solltest also einen guten Mix aus beiden Varianten wählen. Große Beträge solltest Du eher in Präsenzveranstaltungen investieren.

9. Suche Dir eine qualitativ hochwertige Akademie

Was ist Dir wichtig bei einer beruflichen Weiterbildung? Diese Frage solltest Du Dir stellen, bevor Du buchst. Denn reine Wissensvermittlung kannst Du auch über ein Buch erlangen. Ein guter Workshop-Anbieter sollte Dir vorab aufzeigen, was Du bekommst. Nicht nur inhaltlich, sondern auch methodisch. Niemand möchte den ganzen Tag mit 50 anderen Teilnehmern eine Power-Point-Präsentation vorgelesen bekommen. Im schlimmsten Fall noch in einem abgelegenen, heruntergekommenen Hotel mit eher schlechter Verpflegung. Mach ein Erlebnis aus Deiner Investition und achte darauf, dass neben einem zertifizierten Trainer auch die Gruppengröße angemessen ist und aktive Mitmach-Elemente sowie Arbeitsmaterialien angeboten werden. Auch die Verpflegung sollte stimmen. Denn lernen macht hungrig und durstig. Auf den meisten Webseiten der Akademien findest Du Impressionen, die Dir etwas darüber verraten.

MEHRWEHRT ERKENNEN

10. Mache eine Win-Situation aus Deiner beruflichen Weiterbildung

Ohne Zweifel, kann jeder Selbständige eher mehr Zeit gebrauchen als weniger. Daher ist das Zeit-Investment oft ein großer Faktor, der von beruflichen Weiterbildungen abschreckt. Denke aber daran, dass Du nicht nur einen geistigen und fachlichen Mehrwert erfährst, sondern ebenfalls neue Menschen kennenlernst. Die Erfahrung zeigt, dass sich meistens Synergien ergeben und Du entweder Kunden, Geschäftspartner, Inspiration oder gar Freunde gewinnst. Nutze die berufliche Weiterbildung also auch als Vernetzungsstrategie.

Diese 10 Tipps solltest Du ab jetzt für jede Weiterbildung im Hinterkopf haben

Du kannst mit den Tipps bis zu 2/3 der Investition für einen Workshop einsparen. Zum Beispiel für die Workshops der WHY-Akademie: »Umdenken – werde Unternehmer/in«, »Positionierung – dein strategisches Fundament« und »Marke – deine visuelle Identität«.

Wer hier schreibt

Johanna Caspers - Inhaberin der WHY-Akademie

Johanna lebt mit Herz & Seele für guten Vertrieb und entwickelt moderne Akquisekonzepte. Als Mutter von 2 Kindern ist ihr die Förderung von Frauen, die auch als Mütter noch erfolgreich bleiben möchten, besonders wichtig.
Vor der Gründung der WHY Akademie leitete Johanna die Bitkom Akademie und den Vertrieb der Designagentur FHCM Graphics.

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